Meine geliebten Katzenkinder

Maha Radscha und Samir

Mein süsser Maha Radscha

  (26.4.2009 - 17.9.2015)

 

ist leider nach einem mühsamen, kurzen Kampf eingeschlafen worden, am 17.September 2015.

Er war der Grund warum ich mir wieder Katzen in mein Leben geholt habe.

 

Nachdem ich 2008 meine beiden Katzenbuben Jerry und Mister Silver gehen habe lassen müssen, nach 19 wunder-vollen, gemeinsamen Jahren, wollte ich keine Katzen mehr in meinem Leben haben. Aber so ein Leben ohne Katzenpfoten ist irgendwie furchtbar leer.

 

Und so habe ich nach einigen Monaten angefangen mich umzuhören, und bin nach Pressbaum gefahren, zu einem Bauern, der entzückende kleine rote Katzen hatte. Und ich konnte keine mitnehmen. Jerry war ein roter Kater gewesen, mein erstes Katzenbaby. Ich hätte es nicht ertragen. Ich fuhr also traurig wieder in Richtung Heimat als ich im Wolfsgraben plötzlich aus den Augenwinkeln ein handgeschriebenes Schild sah mit den Worten : Katzenbabies zu vergeben.

 

Ich habe den Wagen gewendet und dort an der Türe geläutet. Die Dame des Hauses öffnete und dahinter auf dem Stiegenaufgang saß er.. mein Baby Bub.. wie der Maha Radscha, erhaben, von oben herab, winzig klein, auf der mittleren Stufe - und es war um mich geschehen. Der kleine Zwerg war so ein Raufer und Kämpfer. Er hatte eine Schwester, doch die war schon schon jemandem versprochen. (Einer alleinerziehenden Mama mit Sohn, sonst hätte ich beide Katzenkinder genommen). Die beiden Katzenkinder wuchsen dort in einem Katzenrudel von ca 15 erwachsenen Katzen und mehreren Hunden auf. Und dementsprechend wild und rauhbeinig waren sie auch. Sie mussten um alles und jedes kämpfen.

 

Raufnehmen und kuscheln ging gar nicht. Das war ein wildes Gestrampel und Gemaunze. Ich habe ihn erst zu mir nach Hause geholt als er schon relativ groß war, über 15 Wochen. (Ich liess ihn nämlich länger in seiner Katzenfamilie, weil ich einen Urlaub gebucht hatte, und nicht wollte, dass er 14 Tage sich bei mir einlebt, ich danach 14 Tage auf Urlaub bin, und sich jemand anderes um ihn hätte kümmern müssen, bis sein "künftiger Bruder Sammy" alt genug war um von seiner Mama auszuziehen. Und deshalb durfte er länger bei seinen Eltern bleiben.)

 

Ich habe  im Juli 2009 beide gleichzeitig zu mir geholt. Erst Radscha, und dann Sammy ins Auto gepackt. So konnten sie sich schon im Auto auf der Rückbank kennenlernen, jeder in eigenem Katzentransporter, somit hatten bereits eine gemeinsame "Erfahrung". Ja, sie konnten beide Autofahren nicht ausstehen, wie die meisten Katzen, die ich kenne. lach* .. Die Maunzerei tönte  von "Hilfe Mammmmiiiii, mir ist schlecht, bitte bitte lasst mich aus dem Gefängnis" bis hin zu "Ich befehle dir Zweibeiner! Öffne sofort die Türe, ich will hier raus! S o f o r t ! ".

Ich fühle mich dann ja immer wie der fieseste Mensch unter der Sonne, wenn das Gemaunze und Klangegewimmer losgeht. Doch Gottseidank war der Weg zu mir nach Hause nicht weit.

 

Ich liess beide gemeinsam aus ihren Transportkörben, und Maha Radscha (= Der Herrscher, später genannt Radscha) hat den kleinen Samir (= der weiße Prinz, später genannt Sammy) erst einmal ordentlich verhauen und ihn angepfaucht. Und mein armer kleiner Sammyschatz kannte sich überhaupt nicht aus. Er war ja nur mit seiner Mama und seinen Geschwistern groß geworden und kannte keinen "rauen Gegenwind".

 

Aber sie haben sich zusammengerauft, im wahrsten Sinne des Wortes, haben einander akzeptiert und sind so zu einem Rudel geworden.

 

Alles war gut, bis Radscha plötzlich im Sommer 2015 ganz böse erbrochen hat, mehrmals. So ging es los. Mehrere Tierärzte, Spritzen, Diagnosen, doch nichts half wirklich. Er veränderte seine Persönlichkeit, knurrte jeden an, der ihm nicht unter die Nase ging, fühlte sich gestört, und wenn jemand zu lange auf Besuch blieb, hat er ihn aus der Wohnung gepfaucht. Er fürchtete sich plötzlich vor jeder Bewegung im Raum, sogar vor mir manchmal. Ich denke, er hat auch viel von seiner Sehkraft eingebüst durch diese Krankheit, mein armer Schatz.

 

Letztendlich ging alles sehr schnell, und ich kann ehrlich sagen, ich hasse den Moment, wo das Gewicht einer Katze sich von einem Tag auf den nächsten einfach verflüchtigt. Denn dann ist Zeit Abschied zu nehmen. Die Spritzen, die ihm hätten helfen sollten, haben irgendwie von meinem Gefühl her alles beschleunigt und so musste ich diese verhasste Entscheidung treffen, und mit ihm ein allerletztes Mal zum Tierarzt fahren.

 

Er war doch erst 6 Jahre alt. Ich hatte mich auf wunderbare, verhaarte, zerkratzte, mindestens 19 Jahre  eingestellt.

Ich vermisse ihn sehr. Ich find es sehr befremdich, die erste in der Küche zu sein, und über keinen vorbeirasenden Katzenbub fast zu stürzen. Niemand mehr der mich anmaunzt, wenn ich aus der Dusche komme. Er hat so lange gebraucht um auf mir gemütlich eingerollt zu schlafen. Es hat so viele Monate gedauert, bis er mir vertraut hat, bis er begriffen hat, dass ich ihn auch wieder loslasse, wenn ich ihn hochhebe, dass ich ihm nichts Böses will, sondern ihn streicheln will, oder hinterm Ohr kraulen will... ach, ich vermisse ihn entsetzlich... und Sammy vermisst ihn auch.

Er schläft manchmal auf Radscha´s Plätzen und schnuppert oft minutenlang an Radschas Spielzeug.

Du fehlst mein Katzenschatz. Ich danke dir sehr, dass du mir diese Zeit geschenkt hast. Du bist auf ewig in meinen Gedanken. Ich liebe dich.


Mein kleiner weißer Prinz, Samir, genannt SAMMY. geb. 15.5.2009

 

Samir, genannt Sammy wurde In dritter Generation als reine Hauskatze. Warum das interessant ist? Weil er wirklich überhaupt nicht hinaus will. Seine Mama war schon eine reine Hauskatze, mit keinerlei Ambition draussen herumzustreuen. Sammy sitzt maximal stundenlang am Balkon und beobachtet die Vögel und die Eichhörnchen, die Kinder am Spielplatz, die Nachbarshunde .. aber sobald ihn etwas erschreckt, oder jemand anläutet, zischt er wie der Blitz unter den Heizkörperverbau und dort bleibt er auch bis sich die "Gefahr" verzogen hat. Ein Mal hat er sich in die 2te Etage "verschnuppert".. omg .. das war ein Geschrei!

Als er vor der Eingangstüre stand, die er für unsere hielt, und sie war -- zu!

 

 

-- to be continued --

 


Geburt - und - noch bei Katzenmama zu Hause.

Eingezogen bei Nona, unsere Beschützerin